BAUMANAGEMENT - Eine reine Bauherrenaufgaben ?

 

Das sogenannte Baumanagement ist nach Auffassung der DIN 276 (u. a. offizieller Texte) eine reine Bauherrenaufgabe. In der DIN 276 werden unter der "KG 700 - Baunebenkosten" unter dem Punkt der "KG 710 - Bauherrenaufgaben" folgende Leistungen aufgeführt:

 

712 Projektsteuerung

 

Steuerung und Kontrolle (=Projektmanagement) der Bereiche Kosten, Termine und Qualitäten. Die Einhaltung der zu Beginn des Projektes getätigten Projektziele in Bezug auf Kosten, Termine und Qualität sind nur durch den Bauherren selbst wirklich einzuhalten. Die jahrelange Erfahrung hat gezeigt, dass eine Projektsteuerung nur der Selbstkontrolle des Bauherren dienen kann. Wenn ein Bauherr an einer Stelle vom ursprünglich geplanten abweicht, hat dies immer Folgen für den gesamten Projektverlauf. Es ist für viele Bauherren ein Hemmnis, für die eigene Selbstkontrolle einen externen Fachmann zu beauftragen, der im ersten Moment höhere Kosten durch sein Honorar verursacht.

Das beste Controlling kann jedoch nicht eine mangelhafte Planung ersetzen oder ausbessern. Bei vielen Projekten haben wir feststellen müssen, dass die Planung bei Baubeginn noch nicht abgeschlossen war. Eine Kostensicherheit, Terminsicherheit und Qualitätssicherheit kann jedoch erst gegeben werden, wenn alle Beteiligten wissen was das gemeinsame Projektziel ist, dass heißt bei Baubeginn müssen alle relevanten Planungsunterlagen vollständig vorliegen, bei unvollständiger Planung oder nach Baubeginn geänderter Planungen ist der gesamte Projektsteuerungsprozess im Bereich Kosten, Termine und Qualitäten gefährdet. Daher gelten folgende Grundsätze:

"Mit mehr Zeit - kann man auch die Kosten senken"

"Mit mehr Geld - kann auch schneller gearbeitet werden"

"Mit mehr Qualität - können auch Termine und Kosten besser im Griff gehalten werden"

Aus diesen Gründen ist es wichtig, das  die Planung vor Baubeginn abgeschlossen ist. Nur anhand einer vollständigen Planung lässt sich ein Kostenrahmen feststellen, ein exakter Detailterminplan erarbeiten und die Qualitätsmerkmale der Bauteile eindeutig bestimmen. Auch wenn wir und unsere Kollegen in unserem Arbeitsbereich gute Arbeiten leisten, bleibt der Wunsch manches Bauherren mit wenig Geld in ganz kurzer Zeit sehr hochwertig zu bauen jedoch in der Realität ein irrealer Wunschtraum.

"Mehr Sicherheit kann die Produktivität erhöhen und zu Kostenersparnissen führen!"

Mein persönliches Fazit zur Eingangs gestellten Frage "Baumanagement - eine reine Bauherrenaufgabe ?" lautet ganz klar:

Ja der Bauherr hat die Aufgabe alles für einen positiven und planmäßigen Projektablauf zu tun. Er kann hierbei jedoch auf gut ausgebildete Fachleute zurückgreifen, die das Baumanagement dann unter seiner Leitung optimal ausführen. Die langjährige Erfahrung in den unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen bei Projekten jeder Größenordnung hat mir in dieser Hinsicht einige Dinge offenbart, es wird zu wenig miteinander über wesentliche Dinge gesprochen. Darum an dieser Stelle noch einmal der Hinweis auf grundsätzliche Dinge:

  • Planen heißt Vorausdenken - daher sollte die Planung vor Baubeginn abgeschlossen sein!

  • Kostenschätzungen sind eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt der  Erstellung! (nachträgliche Änderungen der Leistung, allgemeine Preis- und Marktentwicklungen können nur bedingt dabei berücksichtigt werden!)

  • Bauverträge sollten immer juristisch und technisch geprüft werden!

  • Protokolle sollten nur unterzeichnet werden, wenn der Inhalt und die sich daraus ergebenden Konsequenzen vollständig verstanden wurden!

  • Auch beim Fertighaus ist es sehr zu empfehlen einen vom Bauprozess unabhängigen Experten zu beauftragen, den nur die direkt vom Bauherren beauftragte "BAUBEGLEITUNG" handelt wirklich im Sinne der Bauherren!

Es muss jedoch immer wieder darauf hingewiesen werden, dass bei allem Verständnis für den Sparsinn der Bauherren und Hauseigentümer, auch die geistigen Leistungen von Architekten, Bauingenieuren, Planern und anderen Beteiligten in entsprechendem Masse honoriert bzw. entlohnt werden müssen. Daher kann es auch alle diese Leistungen nur gegen ein auskömmliches Honorar geben!

Das Projekmanagement besteht aus 4 parallel notwendigen Komponenten:

>> Projekmanagement = Organisation von allen Planungs-/Bauabläufen

>> Projektsteuerung 'Qualitätscontrolling' = Permanenter Abgleich von SOLL und IST im Sinne der Qualität

>> Projektsteuerung 'Termincontrolling'

>> Projektsteuerung 'Kostencontrolling'

Pos. 0.4 # Kostenschätzung

Pos. 1.4

Pos. 2.4,

Pos. 3.4

Pos. 4.4

Pos. 5.4

Pos. 6.4

Pos. SB # Statusbericht

Durch die aktuell anhaltenden Komplikationen in der Baubranche kommt es zu zeitlichen Verzögerungen, auf die die beratenden und planenden Projektbeteiligten nur wenig Einfluss nehmen können. (siehe untenstehende Stellungnahme)

Honorarhinweis >> Die Erstellung von monatlichen Statusberichten ist zu einem Pauschalhonorar von 239,00 €/Monat (netto, zzgl. Nebenkosten, zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer) möglich.

Stellungnahme zur aktuellen Situation in der Baubranche

Viele wundern sich, weil nichts vorangeht, und lassen dann ihren Frust über die Situation an denen aus, die nun seit vielen Monaten am Limit arbeiten, um die Situation einigermaßen in den Griff zu bekommen.

 

1. Wir haben nun seit Jahren einen extremen Personalmangel in einigen notwendigen Gewerken (z.B. Heizung/Sanitär), dieser Fachkräftemangel führt zu langen Vorlaufzeiten in der Projektvorbereitung, da man als ausschreibender Planer erstmal einen qualifizierten Fachbetrieb finden muss, der gewillt ist in absehbarer Zeit ein Angebot zu erstellen und dann auch personell in der Lage ist die geforderten Arbeiten zu erbringen.

 

2. ‚Corona‘ hat seit dem Ausbruch im Frühjahr 2020 für viele terminlichen Komplikationen auf Baustellen gesorgt, den jeder Infektionsfall oder Verdachtsfall führte zu angewiesenen Quarantänen, die sich nicht nur auf das jeweilig akut betroffene Gewerk bezogen haben, sondern immer den ganzen Terminplan mit allen Beteiligten (Bei einer normalen Sanierung eines Einfamilienwohnhauses sind bis zu 20 Firmen beteiligt!), die dann alle neu koordiniert werden mussten. Diesen ‚Termin-Flipper‘ haben wir bei einigen Baustellen nicht nur einmal durchgemacht, sondern mehrfach – in extremen Fällen führte dies zu Verdoppelungen der eigentlich angedachten Bauzeit mit allen damit verbundenen Mehrkosten.

 

3. Eine Begleiterscheinung von ‚Corona‘ waren die teilweise gestörten Lieferketten, was sich auch auf die Verfügbarkeit von dringend benötigten Bauteilen auf dem Bau bemerkbar gemacht hat. Lieferzeiten von sonst innerhalb von 3-4 Wochen verfügbaren Lagerwaren konnten nie vorausgesagt werden, sondern es waren immer Überraschungen dabei, so dass manches Material erst nach 28-32 Wochen nach Bestellung auf den Baustellen aufgetaucht ist! (Aktuelles Beispiel: Lieferzeit für ‚intelligente Steckdosen‘ bis zu 8 Monaten!)

 

4. Zu all den Schwierigkeiten kamen ab dem 24.02.2022 noch die Unwägbarkeiten des Krieges hinzu, durch die sich dadurch verschärfenden Lieferengpässe und die nahezu unkalkulierbaren Energiekosten sehen sich viele Firmen aktuell nicht in der Lage ein verbindliches Angebot abzugeben. Die Angebote beinhalten immer eine Klausel, die es möglich macht, die Preissteigerungen bei Material, Logistik und Energie an die Auftraggeber weiterzugeben.

 

5. In diesem Spannungsfeld ist die Politik verständlicherweise zum Handeln gezwungen, neben den hier sowieso anstehenden Neuausrichtungen der Gesetzgebung hinsichtlich des Klimaschutzes, werden akut die Richtlinien im Bereich der Fördermittel fortlaufend weiterentwickelt und die Zinsen für subventionierte Förderdarlehen werden nahezu täglich angepasst. Diese Änderungen führen zu erhöhtem zeitlichem Aufwand bei den planenden Fachkräften, da jede Änderung Auswirkungen (laufende Aktualität der Beratungsgrundlagen, Software-Updates, usw.) auf das tägliche Arbeiten hat.

 

Die Änderungen in der Gesetzgebung und der Fördermittellandschaft haben auch grundlegende Auswirkungen auf unsere Arbeit, so müssen wir uns für die anstehenden Herausforderungen aus-, weiter- und fortbilden! Allein dieses Jahr habe ich ca. 25 Arbeitstage, die ich für diese Aus-, Weiter- und Fortbildungen einplanen muss – die Bildungsträger nehmen hier keine Rücksicht auf meinen individuellen Terminplan, sondern ich muss mich nach dem Bildungsangebot richten!

 

Mit diesen von unserer Seite nicht zu beeinflussenden Rahmenbedingungen sind wir nun seit vielen Monaten konfrontiert, viele Projekte, die sich in der Bauphase verzögern treffen auf Projekte in der Bauvorbereitung (Planung & Ausschreibung). Auch wenn wir so viel Arbeiten wie es unsere eigene Kraft zulässt, können wir noch nicht zaubern. Wenn von staatlichen Stellen (Ämtern), den Fördermittelgebern und den finanzierenden Banken eine Reaktionszeit von mehreren Wochen besteht (z.B. wurde eine einfache Rückfrage an ein Bauamt erst nach 6 Monaten verbindlich beantwortet – wegen fehlendem Personal!). Wir alle 6-8 Wochen die laufenden Projekte auf der Wiedervorlage haben, um bei den ausbleibenden Angeboten bei den Handwerksbetrieben nachzuhaken, ist es uns nicht möglich zu ‚Terminen‘ oder ‚Kosten‘ aktuell verbindliche Zusagen zu treffen.

Es bleibt bei der grundsätzlichen Aussage: ‚Es ist dann fertig, wenn es fertig ist!‘ und wenn es fertig ist, liegt es im Grundgedanken jedes Auftrags, dass die Auftraggeber es dann auch schnellstmöglich erhalten und mit dem fertiggestellten Auftrag auch von mir eine Rechnung erhalten.

Da ich mich gerne auf die anstehenden Aufgaben konzentriere, und meine Zeit auch endlich ist, ist es mir in der aktuellen Lage nicht möglich alle Kunden immer individuell auf dem Laufenden zu halten, bzw. Kunden für derartige Leistungen (Telefonate) kein Honorar bezahlen möchten und ich aber wie jeder Mensch arbeite, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Um mir mehr produktive Zeit zu lassen, in der ich mich um die Probleme meiner Auftraggeber kümmern kann, wäre es daher auch hilfreich im Sinne aller Kunden, auf mehrfaches Rückfragen oder gar penetrantes Drängeln zu verzichten, das führt nur dazu, dass alles noch länger dauert!

Pos. EV # Eigentümerversammlung

Sollte es notwendig sein zum besseren Verständnis von Gutachten stellungnahmen oder Angeboten, dass der Büroinhaber dies während einer Eignetümerversammlung (WEG), Verwaltungsbeiratssitzung (WEG) oder Mitgliederversammlung (e.V./e.G.) erläutert, kann dies in terminlicher Absprache erfolgen.

Honorarhinweis >> Die Teinahme ist zu einem Pauschalhonorar von 199,00 €/Termin (netto, zzgl. Nebenkosten, zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer) möglich. >>> Download: "Beauftragung EV (Eigentümerversamlung)"

Baumanagement

Projektmanagement bei 'Bauen im Bestand' mit den Projektsteuerungsmodulen 'Termin-, Qualitäts- und Kostencontrolling' .. auch für kleine Projekte!

PROJEKTMANAGEMENT

Das Projektmanagement übernimmt bei Bauprojekten die Vertretung des Bauherren, gegenüber den am Bau beteiligten Planer und Ausführenden.

Allgemeine Organisation, Information, Koordination und Dokumentation im Auftrag der Bauherren um die Projektabläufe zu optimieren.

Aufstellen eines Organisationshandbuchs, Fortlaufendes Projektbuch, Protokollführung bei Besprechungen und die fachliche und organisatorische Unterstützung bei der Entscheidungsfindung.

PROJEKTSTEUERUNG

Die Projektsteuerung ist eigentlich eine "Bauherrenaufgabe" und kann nur teilweise von Dritten übernommen werden. Die Projektsteuerung befasst sich mit dem Controlling der drei Bereich "Termine", "Kosten" und "Qualität", wie Sie bereits auch schon in unserem Leitsatz enthalten sind.

"Wer bauen will

der schlag voran,

was Kosten er dazu muss han.

Er würd' sonst vor dem End abstahn.

Der ist ein Narr,

der bauen will

und nicht voranschlägt,

was das zu kosten wird

und ob er es vollbringen mag

nach seinem Anschlag."

aus "Das Narrenschiff" (1494) von Sebastian Brant

(1457 bis 1521) Dichter und Humanist Strasbourg/Basel

(Sprüche zum Bauen ;Wolfgang Sperling) 

Kostencontrolling

Von der ersten Vorkalkulation und die Kostenschätzung über die Kostenberechnung hin zu der Budgetierung und der Kostenfeststellung. Aufstellen und Fortschreibung der Kostenanalyse, Rechnungskontrolle und Rechnungsfreigabe.

 

 

 

 

Das Kostencontrolling als Bestandteil des Baumanagements ist eine 'Stabsfunktion' im Bereich der Projektsteuerung und umfasst in der Regel folgende fünf Stufen der Kostenermittlung und die Kostenverfolgung während des gesamten Projektablaufs:

 

Vorkalkulation

Um bei der Vorplanung / Projektentwicklung einen Kostenrahmen zu ermitteln, ist es sinnvoll bereits vor den ersten Planungsphasen eine Vorkalkulation durchzuführen. Wie aus der Grafik "Kostenbeeinflussbarkeit während des Projektverlaufs" ersichtlich ist, nimmt die Beeinflussbarkeit der Baukosten innerhalb der Planungsphase drastisch ab.

Daher ist es von größter Bedeutung bereits in der Vorplanungsphase eine Vorkalkulation über Bezugsgrößen vorzunehmen (z.B. Wohnfläche, Nutzfläche, Krankenhausbetten, Wohneinheiten, Stellplätze, Arbeitsplätze, usw.).

Bei den anfallenden Investitionskosten werden heute zunehmend schon in einer sehr frühen Projektphase - meist bereits in der Projektentwicklung die Betriebskosten in die Vorkalkulation mit einbezogen, da während der Lebensdauer eines Objektes die Betriebskosten die Investitionskosten um ein vielfaches übersteigen.

Die Veranschlagung von sinnvollen höheren Investitionskosten können die Betriebskosten erheblich beeinflussen, so dass sich die höhere Anfangsinvestition bereits nach wenigen Jahren des Betriebes amortisiert haben kann.

 

Kostenschätzung (LPH 3 - Kostenschätzung nach DIN 276 auf Basis der Entwurfsplanung)

 

 

Kostenberechnung (LPH 6 - Zusammenstellung einer Kostenaufstellung auf Basis der Ausschreibungsunterlagen)

 

 

Kostenanschlag (LPH 7 - Zusammenstellung der Angebotspreise/Erstellen eines Preisspiegels zur Angebotsauswertung)

 

 

Kostenfeststellung

Die Kostenfeststellung ist die Ermittlung der tatsächlichen Kosten. Die Kostenfeststellung dient zum Nachweis der entstandenen Kosten sowie gegebenenfalls zu Vergleichen und Dokumentationen.

Grundlage für die Kostenfeststellung sind:

  • geprüfte Abrechnungsbelege, z.B. Schlussrechnungen, Nachweise der Eigenleistung, usw.

  • Planungsunterlagen, z.B. Abrechnungszeichnungen

  • Erläuterungen

In der Kostenfeststellung

 

Kostenerfassung nach Ermittlungsstufen

 

 VKKSKBKAKF

100 Grundstück1. Ebene2. Ebene3. Ebene3. Ebene4. Ebene

200 Grundstücksnebenkosten1. Ebene2. Ebene2. Ebene3. Ebene4. Ebene

300 Bauwerk - Baukonstruktion1. Ebene2. Ebene3. Ebene3. Ebene4. Ebene

400 Bauwerk - Technische Gebäudeausrüstung1. Ebene2. Ebene3. Ebene3. Ebene4. Ebene

500 Außenanlage1. Ebene2. Ebene3. Ebene3. Ebene4. Ebene

600 Ausstattung & Kunst1. Ebene1. Ebene3. Ebene3. Ebene4. Ebene

700 Baunebenkosten1. Ebene2. Ebene3. Ebene3. Ebene4. Ebene

800 Einrichtung & Dekoration-/--/--/--/-4. Ebene

 

Im Projektverlauf sind diese Einflussfaktoren mit fortschreitendem Projektverlauf jedoch immer weniger zu beeinflussen, so dass bereits in der Projektvorbereitung (= PLANUNG) die Weichen gestellt sein müssen für das gewählte Gleichgewicht der drei Säulen.

 

Termincontrolling

Aufstellen von Rahmenterminplänen, Bauablaufplänen und Detailterminplänen und deren fortlaufende Kontrolle während des Bauablaufs.

 

 

"Nur wer sein Leistungsvermögen erfasst, weiß wann er ankommt"

 

 

  • Prävention statt Reaktion

  • Erhöhung der Verbindlichkeit von (Ziel-) Vereinbarungen

  • •Erzeugung von Zielklarheit

  • •Sicherstellung der erforderlichen Abstimmungsaktivitäten

  • •Realisierung einer Messbarkeit des Prozessfortschritts

  • •Erhöhung der Kommunikationsdichte

  • •Reduzierung von Risiken

  • •schnellere Treffen von Entscheidungen

  • •Erleichterte Abwicklung zukünftiger Projekte

 

 

Rahmen- oder Grobterminplanung

Die Rahmen- oder Grobterminplanung dient der generellen Projektplanung. Die umfasst relativ wenige, aber übergeordnete Vorgänge (meistens 20 bis 50). Die Zeitdimension sind Monate oder Quartale.

Koordinations- oder Steuerungsterminplanung

Der Begriff Koordinationsterminplanung wird in der Regel von Bauunternehmern, der Begriff Steuerungsterminplanung von Projektsteuerern verwendet. Diese Planungsstufe umfasst mehrere Hundert bis mehrere Tausend Vorgänge. Die Koordinations- oder Steuerungsterminpläne umfassen detailliert die Planung (Planung der Planung) und/oder die Bauausführung. Die Zeitdimension sind Tage.

Feinterminplanung

Die Feinterminplanung umfasst die Planung von Projektteilbereichen. Sie umfasst selten mehr als 100 Vorgänge. Die Zeitdimension sind Tage oder Stunden. Typische Beispiel sind die Taktplanung, die Wochen- oder Zweiwochenplanung für die Meister und Poliere, die Planung für besonders kritische Abläufe oder die Planung für die Kompensation von Terminverzügen.

Außerhalb des Bauwesens wird häufig unterschieden nach

  • Projekt-Terminplanung. Der Begriff „Projekt“ wird hierbei im Sinne eines noch nicht vorliegendes Auftrages verwendet. Der Projekt-Terminplanung dient dabei zur Darstellung einer potentiellen zeitlichen Abarbeitung, bevor noch eine Aufgabenstellung eines Kunden zum Auftrag wird,

  • Auftrags-Terminplanung (für einen Auftrag eines Kunden, nach dem Vertragsschluss).

 

Balkenplan

Beim Balkenplan, auch Gantt-Diagramm genannt, werden die Vorgänge in einer Spalte übereinander geschrieben. Die Vorgangsdauern werden maßstabsgetreu durch einen Balken repräsentiert, die entlang der horizontal aufgetragenen Zeitachse positioniert werden. Die Vorgänge werden meistens so sortiert, dass oben die Vorgänge stehen, die früh und unten jene, die spät beginnen. Dadurch wird der Balkenplan sehr übersichtlich. Er stellt die am häufigsten verwendete Darstellung dar und zeichnet sich durch eine gute Übersichtlichkeit aus. Im Balkenplan werden im Rahmen eines einfachen Termincontrollings häufig durch eine vertikale Linie (Faden mit Lot) der Ist-Zeitpunkt und innerhalb des Balkens durch Markierungen der erzielte Fortschritt dargestellt.

 

Termincontrolling[Bearbeiten]

Das Termincontrolling stellt einen sich wiederholt in gleicher Weise ablaufenden Prozess im Sinne eines kybernetischen Regelkreises dar. Diese besteht aus folgenden Teilschritten:

  • Erstellung einer Terminplanung, welche den geplanten Projekt-Ablauf als Soll (Bausoll, engl. Baseline) definiert.

  • Erfassung des tatsächlichen Projektzustandes (Bauist, engl. Actual) zu einem festgelegten Termin

  • Eventuell Erfassung von Terminrisiken als Prozentzahl und/oder als Beampelung für Ist-Stand und Prognose

  • Durchführung einer Abweichungsanalyse, in der festgestellt wird, wo relevante Differenzen zwischen Soll und Ist vorliegen. In der Regel finden sich zahlreiche kleine Soll-Ist-Abweichungen, die aber nicht von Bedeutung sind. Das Ergebnis der Abweichungsanalyse wird regelmäßig in einem Fortschrittsberichten (engl. Progress Report) dokumentiert.

  • Der Termincontroller legt danach mit der Projektleitung fest, welche Steuerungsmaßnahmen ergriffen werden sollen, um die relevanten Abweichungen zu kompensieren. Dabei muss zuerst unterschieden werden, wer für die Abweichungen verantwortlich ist: Auftraggeber oder Unternehmer. Es können auch sogenannte „neutrale“ Abweichungen vorliegen. Im Bauwesen können neutrale Abweichungen zum Beispiel Streik oder außergewöhnliche Wetterverhältnisse sein, mit denen der Auftragnehmer bei Vertragsabschluss nicht rechnen musste. In solch einem Fall ist regelmäßig vertraglich festgelegt, dass die Bauzeit verlängert wird. Maßnahmen zur Kompensation von Terminverzügen können zum Beispiel sein: Erhöhung der Personal- und / oder der Gerätekapazität, Überstunden und Wochenendarbeit, andere Bauverfahren (zum Beispiel Fertigteile statt Ortbeton) oder Einsatz von Subunternehmern. Gerät das Termincontrolling aufgrund zu umständlicher Verfahrungen bei der Abstimmung von Steuerungsmaßnahmen selbst in Terminverzug, kann dies Folgeschäden verursachen, für die das Controlling eventuell haftet.

  • Gegebenenfalls muss der Terminplan (Bausoll, Baseline) angepasst werden.

Durch die Projektleitung ist zu Beginn des Projektes festzulegen, in welchem Rhythmus der Termincontrolling-Prozess durchgeführt wird, zum Beispiel wöchentlich, monatlich oder quartalsweise. Der Rhythmus orientiert sich dabei insbesondere an der gesamten Projektlaufzeit und der Projektgröße. Bei kurz laufenden und kleinen Projekten kann das Controlling wöchentlich durchgeführt werden. Projekte, die über mehrere Jahre laufen und sehr groß sind (zum Beispiel Planung und Bau eines Kraftwerkes) kann möglicherweise ein quartalsweiser Rhythmus festgelegt werden. Bei typischen Bauprojekten sollte das Controlling alle zwei Wochen oder längstens monatlich durchgeführt werden. Nur wenn die Controllingabstände im Vergleich zur Gesamtprojektzeit ausreichend kurz sind, kann Terminabweichungen mit vertretbarem Aufwand gegengesteuert werden.

Wichtig ist auch die Festlegung im Projekt, wer bei festgestellten Abweichungen welche Vollmachten hat, gegenüber den Verursachern von Terminabweichungen Sanktionen anzudrohen und gegebenenfalls auch zu veranlassen, zum Beispiel Vertragskündigung.

Ein Sonderfall des Termincontrolling stellt das Expediting dar.

Kapazitäts- oder Ressourcenplanung[Bearbeiten]

Die Kapazitäts- oder Ressourcenplanung hängt eng mit der Terminplanung zusammen, da eine Verkürzung der Projektzeit in der Regel nur erreichbar ist, falls die Kapazitäten oder Ressourcen ausreichend erhöht werden. Zu unterscheiden sind folgende Kapazitäten (Ressourcen):

  • Kapazitäten des gewerblichen Personals einschließlich von Subunternehmern,

  • Gerätekapazitäten,

  • Materialkapazitäten,

  • Kapazitäten bei der Planung und der Projektleitung sowie

  • finanziellen Ressourcen (Bürgschaften, Zwischenkredite oder von Barmitteln).

Aus dem Terminplan können direkt Histogramme und Ganglinien für die einzelnen Ressourcen abgeleitet werden.

 

 

  1. Verkürzung von Dauerterminbestimmender Vorgänge durchErhöhung der verfügbaren Kapazität (Überstunden, Fremdvergabe, Änderung von Prioritäten, usw.)

  2. Höhere Effizienz (externer Spezialist, Schulung, ...) bei der Abwicklung der Aktivitäten.

  3. Verminderung des Leistungsumfangs

  4. Änderung der Reihenfolge durch Überlappung oder Parallelisierung bislang sequentieller

Arbeitspakete

  1. Verschieben von Terminen, notfalls des Projektendtermins

 

  1. Höhere Effizienz bei der Auftragsabwicklung

  2. Verminderung des Leistungsumfangs

Baubegleitung 'Baubegleitende unabhängige Qualitätssicherung'

Kompetente Beratung bei allen Baumaßnahmen als unabhängiger Sachverständiger zur Qualitätssicherung .. als 'Dolmeltscher' für den Bauherren! (z.B. auch bei KFW-Effizienzhäusern mit KFW-Zulassung)

BAUBEGLEITUNG (Qualitätscontrolling (LPH 1-9))

Festlegung durch Beratung und Bemusterung von Qualitäten in Abstimmung mit der Bauherrschaft. Dokumentation der Qualitäten und Bauüberwachung der eingebauten Qualitäten.

Instandhaltungsmanagement

Technisches Immobilienmanagement (Facility Management) bei Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten für Eigentümer/Eigentümergemeinschaften [WEG]

Sachverständigengutachten

Gutachten zum Gebäude ('Schäden an Gebäuden'; Instandhaltungsrückstau', 'Allgemeiner Immobilienzustand'; 'Verformungsgutachten im Denkmalschutz')

www.beratung-planung-bauleitung.de

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